Die Geschichte des Schungits2018-03-28T10:20:48+00:00

Die Geschichte des Schungits
Von der Entstehung über Peter d. Großen bis zum Nobelpreis

Vor 2 Milliarden Jahren: Entstehung im Onega-Becken aus organischem Material (Blaualgen). Der Schungit ist damit sieben Mal älter als Kohle und Erdöl. Seine einzigartigen Eigenschaften werden auch diesem extrem hohen Alter zugeschrieben.

Xenia Romanowna und Zar Michael I. Xenia Romanowna und Zar Michael I., Begründer der Romanow-Dynastie

1598: Die nach Karelien ins Exil verbannte Xenia Romanowna wird schwer krank und leidet an Epilepsie. Von den Einheimischen wird sie mit Schungit-Wasser behandelt und gesundet vollständig. Nachdem alle 7 ihrer bisherigen Kinder entweder bei der Geburt oder als Kleinkinder verstorben waren, gebärt sie nun einen gesunden Sohn, Zar Michael I. Er begründet die Romanow-Dynastie, die Russland die nächsten 300 Jahre beherrschen sollte.

Russ. Feldflasche aus
der Schlacht von Poltawa und Peter der Große Russ. Feldflasche aus der Schlacht von Poltawa und Peter der Große

Um 1700: In einer Kupferhütte am Ufer des Onegasees werden Arbeiter schwer verletzt. Dorfbewohner geben ihnen Schungit-Wasser zu trinken, das sie rasch gesunden lässt. Peter d. Große hört von diesem Wunder und lässt das Wasser untersuchen. Große Heilkraft bei Anämie, Skorbut, Ödemen, Leberleiden und anderen Krankheiten wird attestiert. Peter befiehlt den Bau eines Palasts und des ersten Kurorts Russlands. Er schreibt vor, dass jeder russ. Soldat in seine Feldflasche Schungit-Steine geben muss. 1709 siegen die Russen gegen Schweden bei Poltawa. Im extrem heißen Sommer haben sie durch das vom Schungit gereinigte Wasser einen entscheidenden Vorteil, während die Schweden an Magen-Darm-Krankheiten leiden. Peter, der an Epilepsie und Nierenleiden litt, ließ sich mehrmals im Kurort behandeln und trank täglich Schungit-Wasser. Sein Leibarzt, Dr. Blumentrost, sagte, dass Peter ohne dieses Wasser die letzten 10 Jahre seines Lebens nicht erlebt hätte.

Elisabeth I. und Katharinenpalast in
St. Petersburg Elisabeth I. und der von ihr erbaute Katharinenpalast in St. Petersburg

Mitte des 18. Jh.: Peters Tochter, Elisabeth I. von Russland, versucht den Kurort (die “Marzialischen Gewässer”) wiederzubeleben. Nach dem Tod ihres Vaters war er in Vergessenheit geraten. Russ. Adelige reisten lieber ins Ausland (Spa, Marienbad), da dies prestigeträchtiger als eine Kur im Inland war. Elisabeth beauftragt einen Arzt, die Heilkraft des Wassers erneut zu untersuchen. Er meint, es habe keine besondere Wirkung. Historiker wissen heute, dass er von Mineralwasser-Importeuren bestochen war. Diese wollten sich das lukrative Geschäft mit teurem, aus der Schweiz und Frankreich importiertem Wasser nicht zerstören lassen. Das Schungit-Wasser gerät endgültig in Vergessenheit.

19. Jh.: Der Kurort wird dem Verfall preisgegeben. Zeitweise keimt Interesse der Wissenschaft auf. Eine Studie bescheinigt dem Schungit-Wasser deutlich höhere Heilkräfte als dem Wasser in bekannten europ. Kurorten. In den 1930ern will man den Schungit für Heilzwecke verwenden, doch der Zweite Weltkrieg kommt dazwischen.

Stern der Kommunisten

1960: Die Kommunisten lassen eine neue Kuranstalt für 250 Patienten errichten. Schungit-Wasser dient dort u.a. zur Behandlung von Erkrankungen des Verdauungssystems, Bewegungsapparats, Atemwegserkrankungen, Lungenentzündung, Arthritis, Nervenkrankheiten, Anämie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

1985: Die Fullerene werden entdeckt (Nobelpreis dafür im Jahr 1996). Diese werden allerdings künstlich im Lichtbogen aus Ruß hergestellt.

Herstellung von Fullerenen im Kohle-Lichtbogen Künstliche Herstellung von Fullerenen im Kohle-Lichtbogen

1992: Nachweis, dass der Schungit Fullerene in natürlicher Form enthält. Bis heute einziges Material mit dieser Eigenschaft. Beginn der modernen Schungit-Forschung.

Forscher und Schungit-Wasser Die moderne Schungit-Forschung entdeckte die Wirkmechanismen des Schungits

2002: Wichtige Nachweise von Eigenschaften der Schungit-Fullerene (SHFU): antibakteriell, entzündungshemmend, antihistamin, antioxidativ, stimuliert das Immunsystem, krebshemmend, vor Strahlung schützend etc.

Verbreitung des Schungits im Rest der Welt Mit der Publikation der Forschungsergebnisse erlangte der Schungit rasant steigende Beliebtheit im Rest der Welt

Ab 2010: Der Schungit gewinnt nun auch im Rest der Welt an Bekanntheit.

„Das Schungit-Wasser hat große Kraft in der Behandlung folgender schwerer Krankheiten, nämlich Skorbut, Gallenprobleme, Übelkeit, Durchfall, Nierenleiden, Nierensteine, Verstopfung, übermäßig starke Monatsblutung bei Frauen, Epilepsie, Würmern und Pilzen.“

Aus dem Edikt von Peter dem Großen im Jahr 1719, in dem die Errichtung des Kurorts „Marzialische Gewässer“ zur Behandlung von Patienten mit Schungit-Wasser befohlen wird

Vulkanausbruch vor 2 Milliarden Jahren

Das extrem hohe Alter des Schungits ist ein Hauptgrund dafür, dass sich die ganz besonderen Kohlenstoffstrukturen darin bilden konnten. Die zweite große Quelle an fossilem Kohlenstoff, nämlich Kohle und Erdöl, ist erst vor ca. 300 Millionen Jahren entstanden und damit sieben Mal jünger. Wissenschaftler erklären das Rätsel, dass sich Schungit weltweit nur im sog. Onega-Becken findet, Erdöl und Kohle aber auf der ganzen Erde zu finden ist, so: Nur im Onega-Becken gab es zufällig genau die Druck- und Temperaturbedingungen, sowie ausreichend Wasser, die für die Entstehung des Schungit-Kohlenstoffs notwendig sind.

Siegreicher Peter d. Große in
Schlacht bei Poltawa

Peter d. Große als siegreicher Feldherr gegen die Schweden, 1709 in der Schlacht bei Poltawa. Der Schungit spielte in dieser Schlacht eine Schlüsselrolle, denn Peter hatte schon Jahre vorher das Dekret ausgegeben, dass jeder russische Soldat einen Schungit-Stein in seine Feldflasche zu geben hatte. Im extrem heißen Sommer von 1709 machte sich diese Anordnung voll bezahlt. In der Hitze war die Keimzahl im Wasser stark erhöht, die Schweden mussten das unreine Wasser trinken und litten an starken Durchfällen, die das Heer schwächten. Die Russen hingegegen mussten zwar dasselbe Wasser trinken, dieses wurde durch den Schungit aber stark gereinigt und desinfiziert. Historiker sehen darin den entscheidenden Vorteil für den Sieg der russischen Armee in dieser Schlacht.